Erlebnistour Juli


Erlebnistour Landschaftswandel rund um die Sophie


Wanderung rund um die Sophienhöhe

 

Am Samstag brach wieder eine gutgelaunte Gruppe Hovifreunde zu einer sommerlichen Wanderung auf. Vom Treffpunkt aus ging es los zu unserer Erkundungstour durch das ehemalige Braunkohleabbaugebiet. Der erste Halt war ein Aussichtspunkt, von wo man das Braunkohlegebiet nahe des Hambacher Forsts bewundern konnte. Eine riesige schwarze „Mondlandschaft“ erstreckte sich quadratkilometerweit vor unseren Augen. Bewunderung vor der gigantischen Größe dieses Lochs, welches laut Aussagen einmal der Rhein zu einem riesigen Wassergebiet fluten soll, mischte sich mit Entsetzen vor der Umweltzerstörung. Anschließend ging es weiter zum Parkplatz an der Sophienhöhe. Bei sommerlich warmem Wetter wanderten wir gutgelaunt los.

 

Während wir zuvor die zerstörerische Seite des Kohleabbaus gesehen hatten, konnten wir nun entdecken und erleben, wie man aus einer „Mondlandschaft“ eine Naturlandschaft zurückgewinnen kann. Die Waldgebiete neben den Wegen lassen nicht mehr erahnen, dass hier mal ein riesiges Loch war. Stattdessen sahen wir Blumen, Insekten und Vögel. Weiter oben konnten wir einen schönen Ausblick über den Rhein-Erft-Kreis genießen und auch die Alternativen zur Energiegewinnung aus Kohle betrachten. Viele Windräder drehten sich gemächlich, nur bei uns kam kaum ein kühles Lüftchen an, leider. Da der Baumbewuchs noch jung ist, gab es keinen Schatten, und so begannen sowohl die Vier- als auch die Zweibeiner langsamer zu werden.

Die Sonne brannte uns auf den Kopf und wir fingen an, dem angekündigten See entgegenzufiebern. Zum Glück können unsere Hunde nicht alle paar Meter fragen: „Wann sind wir endlich am See?“ Wenn sie es gekonnt hätten, wäre das bestimmt der häufigste Satz gewesen. Als wir den See erreichten sah man nur noch Schwanzspitzen den Hang hinuntereilen und ein „platsch“ zeigte uns an, dass das Wasser in Sekundenschnelle erreicht wurde. Fleißig zogen unsere Hovis ihre Bahnen in ihrem natürlichen Element, und mancher Hund entpuppte sich als regelrechter Sportschwimmer und Taucher. Nach diesem erfrischenden Bad schritten wir weiter und bewunderten auf dem Obstpfad die ersten Äpfel. Eine Kostprobe ergab, kann man essen, muss man aber nicht unbedingt.

 

Langsam näherten wir uns einem weiteren Höhepunkt. Wir gelangten zu einem keltischen Baumkreis. Bei den Kelten gab es ein sogenanntes Baumhoroskop, bei dem das Geburtsdatum einer bestimmten Baumart zugeordnet ist. Mit Interesse wurden Geburtsdaten mit Bäumen abgeglichen und die Baumbeschreibungen gelesen. Kurzerhand wurde der Römerturm als weiterer Höhepunkt der Wanderung gestrichen und die Route gekürzt, da die ersten Hunde deutlich keine Lust mehr hatten. Spitzfindige Teilnehmer entwickelten ihre eigenen Ideen zur Kühlung und benutzten eine Rettungsdecke (ja genau, so top ausgerüstet muss man erst mal sein). Der Kühleffekt wurde gleich ausprobiert, gelang aber den Aussagen nach nicht bei jedem. In einer Schleife wanderten wir zurück auf den Obstpfad. Die Hunde lechzten dem See entgegen und genossen die Erfrischung. Auf dem Rückweg hörten wir das Dröhnen der Motorcrossbahn schon von weitem. Diese Wanderung war schön, durch den fehlenden Schatten aber auch sehr anstrengend.

 

Vom Parkplatz aus ging es zu einem weiteren Highlight, der ersten privaten Einkehr. Wir hatten uns alle kräftig ins Zeug gelegt, so dass ein wunderschönes Buffet nebst Nachtisch uns erwartete. Der Grillmeister verwöhnte uns mit leckeren Würstchen. Mal ehrlich, so viel Auswahl hätten wir in einem Lokal nicht gehabt. Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an Rainer und Christine, es war superschön und gemütlich bei euch!

 

Minu Welter

Danke für die Fotos!


Landschaftswandel rund um die Sophie

(bei Niederzier - Sophienhöhe)

 

Start: Samstag 06.07.2019 um 12:00 Uhr 

Treffpunkt: Licher Straße Ende L12, 52382 Niederzier

Parkplatz an der Sophienhöhe, hinter der Motocrossbahn rechts ab

Ob am Tag der Wanderung die Crossbahn belegt ist, wissen wir nicht.

Länge: ca. 4 Stunden, ca. 13 km, mit privater Einkehr

 

Die Juli-Erlebniswanderung bringt uns in eine interessante Landschaft. Wir wandern auf die Sophienhöhe hinauf. Es ist ein kleiner Berg mit 210 Höhenmetern, aber er hat eine besondere Bedeutung. Denn er gehört zur Rekultivierungsfläche des Hambacher Tagebaus. Die Tour beginnt mit einem Ausblick ins „Loch“. Man schaut hinein und blickt weit in die Tiefe – man ist quasi wie in einer Science-Fiction-Welt. Bis in die Bodenschichten der Eiszeiten können wir blicken. 

Wer nun denkt, dass der Tagebau nur Zerstörung bringt, sollte die 13 Kilometer lange Wanderung nun mit uns beginnen. Denn hinter dem Abraumbereich beginnt die Natur. Vom Parkplatz aus geht es erst mal steil hinauf, wir wandern auf breiten Wegen und können die Aussichten auf den nördlichen Rhein-Erft-Kreis genießen. Auch hier herrscht die Strom-Gewinnung als Thema. Zur Erfrischung lädt dann ein See ein – sowohl für Hovawart- als auch für Menschen-Füße. Hoch geht es weiter zum keltischen Baumkreis, der nach einem alten Keltenbrauch angelegt ist. Von hier wandern wir zum höchsten Punkt der Sophie und können vom „Römerturm“ weit in die Eifel blicken oder den Kölner Dom erspähen. Ameisenhaufen bilden sich am Wegesrand, der seltene Steinschmätzer ist hier zuhause. Und sicherlich werden wir den Baumpieper hören. Junger und mittelalter Wald fasst die Wege ein, die Natur lebt hier neu auf. Und wir können in einer Momentaufnahme Zeuge davon werden.

 

Private Einkehr ca. 7 km vom Parkplatz entfernt

 

Bei sommerlichem Wetter bitte Wasser für die Hunde mitnehmen.

 

 

Anmeldungen bitte bis zum 02.07.2019 an Sabine Schöngen



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