Verhaltensprüfung und CAC 2018


23.09.2018  CAC

Sonnenschein trotz Dauerregen

 

Die alljährliche Körung, Verhaltensprüfung und CAC-Schau der Hundefreunde Niederelvenich und der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V. ist inzwischen ein Fixpunkt im Terminkalender eines Hovawart-Fans geworden, weit über die Landesgrenzen hinaus. Es war alles vertreten, was Rang und Namen hatte.

 

57 gemeldete Hunde, von denen trotz bescheidener Wetterprognose fast alle antraten. Dank des Einsatzes von zwei Richtern, HZD-Zuchtrichter-Obfrau Antje Jatzak aus Brieselang/Brandenburg und Zuchtrichter Harald Eickhoff aus Bremen, konnte die Veranstaltung zügig und angesichts der angekündigten Regenfront am Sonntag ohne Komplikationen mit einer entsprechenden Straffung des Zeitplans durchgeführt werden.

 

Auch der Verzicht auf die Mittagspause diente demselben Zweck, tat aber weder dem Appetit der Teilnehmer und Besucher Abbruch, noch der Stimmung an der Theke, deren Überdachung von den fleißigen Niederelvenichern in weiser Voraussicht noch wenige Tage vor der Veranstaltung sicherheitshalber um ein paar Meter verlängert worden war.

Bei frischer, herbstlich-nieselnder Witterung startete der Ausstellungstag und bot auf zwei parallellaufenden Ringen viel Abwechslung - vor allem wegen  der durchweg guten Qualität der Hunde und auch der Präsentationen. Das regelmäßig angebotene Ringtraining scheint hier  Früchte zu tragen.

Erfreulich war auch, etliche „Frischlinge“ zu sehen, also Hundehalter, die zum ersten Mal auf einer Schau auftraten. Gleich zu Beginn gab es den ersten emotionalen Höhepunkt. Während bei den Hündinnen sechs Babys den Ring eröffneten, war der erste Starter bei den Rüden Captain Lou von der Hexenbuche (Besitzerin Martina Heine, Züchterin Kai und Karina Hanspach ), der mit 10 1/2 Jahren am Ende des Tages den Titel Veteranensieger voll verdient mit nach Hause nahm. 

Die erstplatzierten vielversprechenden Youngster waren Bosse Bushido vom Beller Kirchepitter ( Babyklasse Rüden), Imbus vom Brockengarten (Jüngstenklasse Rüden) und Ilvy von der Dünnebecke (Babyklasse Hündinnen). Als Neuling schoss Marcus Kotsch aus Recklinghausen den Vogel ab, dessen knapp zweijährige schwarzmarkene Hündin Hilda von der Dünnebecke, Rufname Amy (Züchterin Christiane Noack, Dortmund) in der mit acht Hündinnen stark besetzten Zwischenklasse mit V1 einen sensationellen Premierenerfolg landete. Der schwarze Vollbruder  Hutch (Georgina von der Dünnebecke und Aemon von der Eifelbuche) erlief sich in der Zwischenklasse Rüden ebenfalls einen vorzüglichen 1. Platz.

In den Championklassen platzierten sich konkurrenzlos aber wohlverdient Eiva ut´n Düvelsmoor bei den Hündinnen und Anton von der Surheide bei den Rüden mit V1. 

Beste Hündin und BOS wurde Arely von der Lütken-Esch (Züchterin Vera Luttmann, Lienen) die V1-Siegerin aus der mit sieben, typmäßig sehr unterschiedlichen Teilnehmern ebenfalls gut besetzten Offenen Klasse, in der immerhin fünfmal das begehrte „V“ vergeben werden konnte.

Dass ein Gast aus Holland im Endring „Best of Breed“ wurde, unterstrich die Bedeutung der Niederelvenicher Schau: Baron Rocco van het Boschzicht (Züchterin Anja Reuvekamp), ausgestellt von Roza Bruintjes aus den Niederlanden, V1 in der Offenen Rüdenklasse, war nach Typ, Bewegung und Charakter ein würdiger Sieger. Sein Wurfbruder, Baron Lasse van het Boschzicht, erzielte die V2-Bewertung. Und damit nicht genug, denn Halbbruder väterlicherseits Mailo vom Hervester Hof (Züchterin Annemarie Schulte-Bunert, Dorsten),  ergatterte in der stark besetzten Rüden-Klasse Junghunde den V1-Klassensieg. Beim Stechen um den Titel Bester Junghund brachte dann die typvolle Hündin Brenda von drei Wilden Eichen den Tagessieg nach Hause.

 

Hier alle Ergebnisse im Detail.

Gerade mit Beginn der Wettbewerbsentscheidungen öffnete Petrus vollends die Schleusen, was aber keinen der qualifizierten Teilnehmer abhielt, noch einmal anzutreten. Antje Jatzak und Harald Eickhoff, beide wetterfest gekleidet, machten es trotzdem kurz und bündig, ohne dass die Entscheidungen hastig gefällt erschienen.

 

„Am Ende einer Schau“, so hatte Antje Jatzak zu Beginn prophezeit, „hat man als Richter nur noch einen Freund, den Sieger!“

Doch dies war in Niederelvenich definitiv nicht der Fall.

Dass über die eine oder andere Entscheidung diskutiert wird, ist gar nicht schlimm, im Gegenteil: das macht – unter anderem – den Reiz einer Hundeausstellung aus.

Trotz der Wetterlage ist abschließend zu sagen: Niederelvenich war wiederum ein exzellenter Gastgeber, der für Sonnenschein sorgte trotz Dauerregen.

 Ein großer Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

 

Kirsten Breidenbach

23.09.2018  CAC


22.09.2018  Verhaltensprüfung

Zülpicher Börde, September 2018, es ist mal wieder soweit:

 

Auf dem Platz der Hundefreunde Niederelvenich e.V. findet eine für Insider kleine, aber feine Traditionsveranstaltung statt - die Verhaltensprüfung/Körung der HZD am Samstag, dem 22.09.2018 und die CAC am 23.09.2018.

 

Schon Wochen vorher sind viele engagierte Mitglieder der HZD und der Hundefreunde Niederelvenich mit den Vorbereitungen intensiv beschäftigt und arbeiten Hand in Hand.

 

Am Freitag werden noch bei sehr windigem Wetter die Außenküche ertüchtigt, die Ringe aufgebaut, Beschilderungen angebracht, die Beleuchtung und die elektrische Wohnwagenversorgung installiert, Ringmappen für die Papiere zusammengestellt, Geschenke verpackt und so vieles andere noch...

 

Die ersten Gäste reisen an, ein gemütlicher Abend mit letzten Erledigungen und netten Kontakten machen Lust auf die Veranstaltung.

 

Samstag früh, das Wetter hat sich beruhigt, ruhiges Herbstwetter verspricht beste Bedingungen für Hunde und ihre Menschen.

 

Die Crew ist gut aufgestellt, die ersten Teilnehmer treffen ein und nachdem die Anmeldeformalitäten erledigt sind, können sie noch Rührei, Brötchen und Kaffee genießen.

 

Als Team für die Körung bzw. für die Verhaltensprüfungen stellen sich Harald Eickhoff, Antje Jatzak, Anette Grommé, Anja Sendes-Domin sowie Alexandra und Patricia Rickens zur Verfügung. Sie alle agieren wie gewohnt routiniert, freundlich, ruhig - eben professionell.

 

Das wirkt natürlich sehr positiv auf all unsere verständlicherweise leicht nervösen Teilnehmer - nein nicht auf die Hunde, die waren unbefangen - sondern auf die lieben Hundeführer.

 

37 Hunde werden beurteilt. Dabei ist erwähnenswert, dass diesmal im Verhalten II 17! junge Hunde antreten, alle liebenswert, hübsch und unglaublich cool.

 

Aber auch die Großen absolvieren je nach Naturell cool, sicher oder auch einfach nur fröhlich die Prüfungen, die natürlich auch wieder all den hilfsbereiten Helfern im Ring alles abverlangen (wir alle kennen die Anforderungen, am Abend ist der Rücken steif ...).

 

Das Wetter hält, 4 mal 5 Regentropfen werden festgestellt, die Temperatur bleibt hunde- und menschenfreundlich.

 

Bei der Siegerehrung erhält Franka vom Peetzsee (unsere Joy) den Pokal der Körsiegerin, und Ayk von den wilden Teichen wird als bester Rüde des Tages geehrt, herzlichen Glückwunsch!

 

Die Hundefreunde Niederelvenich e.V. freuen sich auf eine erneute gute Zusammenarbeit mit der HZD im Sinne dieser vielversprechenden Hunde, auf ein Wiedersehen mit den vielen tollen Hovawarten und ihren Menschen im nächsten Jahr und würden sich vor allem sehr freuen, die Youngster noch einmal begrüßen zu dürfen!

 

P.S.

Wir haben nur für uns mal so zusammengestellt, wer sich intensiv mit was beschäftigt hat. Die Zusammenstellung ist echt beeindruckend und würde einen Abspann für einen Kinofilm füllen. Wir haben ja keine Dalmatiner, aber 101 könnte als Zahl schon passen... Unzählige Mitglieder der HZD RG West und der Hundefreunde Niederelvenich haben eng und zielführend zusammen gearbeitet und das erfolgreiche Wochenende ermöglicht.

 

Danke dafür!

 

Iris Jakob

 

 


Verhaltensprüfung und CAC 2017


Samstag, 9. September 2017, die emsigen Vorbereitungen der letzten Wochen für die Veranstaltung haben ein Ende und das Fest kann beginnen:

 

Drei große Ringe sind abgesteckt und mit allen Utensilien, die die Körmeister benötigen, ausgestattet. Auf der Terrasse riecht es nach Kaffee, Rührei und frischen Brötchen. Unsere Gäste treffen ein, es sind letztlich 29 Hovawarte mit ihren Menschen erschienen, die in Verhalten II, III, IV geprüft werden oder die Körung ablegen sollen.

 

Die Stimmung ist entspannt, sehr ruhig ist es auf dem Platz und ebenfalls ruhig gehen auch die Körmeister Annette Grommé, Alexandra Rickens, Harald Eickhoff, die Anwärterinnen Martina Heldt und Sonja Grommé sowie Zuchtwartin Anja Sendes-Domin die Prüfungen an.

 

Zuerst wird der Phänotyp sorgfältig beurteilt und schließlich festgestellt, dass es sich in allen Fällen um richtige Hovawarte ohne zuchtausschließende Fehler handelt.

 

Nach der Mittagspause, in der sich die (menschlichen) Teilnehmer und das Richterteam mit der bekannten Niederelvenicher Currywurst und anderen Leckereien aus der Sommerküche stärken konnten, beginnt die eigentliche Verhaltensprüfung. Während Anja in Ring 1 die Verhaltensprüfung II der fröhlichen und unerschrockenen Youngster abnimmt, sammelt sich in Ring 3 eine Gruppe „Freiwilliger“ zum Joggen, Fegen, Murmeln, an Gehhilfen laufen, stolpern, den Fußball dribbeln, um sich schließlich zur Gasse in oder ohne Bewegung zusammenzufinden. Die einzelnen Körmeister-Teams prüfen ihre Hovis im Wechsel, so dass auch für die Gruppe keine Langeweile aufkommt, denn mal kommt ein Rüde in VH3, dann z.B. eine Hündin in der Körung. Auch das Wetter ist abwechslungsreich und präsentiert sich wie im April, fast jeder Prüfling hat während seines Auftritts sowohl kräftige Regenschauer als auch wärmenden Sonnenschein.

 

Alle Hunde sind entspannter als die Hundeführer, freundlich und zeigen ein interessantes Repertoire an Problemlösungsstrategien, als Körhelfer Holger Grewe den bösen Mann darstellt. Auch der Schuss sorgt für keinen der Hovis dafür, dass die Prüfung nicht bestanden wird.

 

Der erste Tag der Veranstaltung geht nach einer schönen Siegerehrung für die Teilnehmer zu Ende …

 

Währenddessen macht sich das Team bereit, die Ringe für den nächsten Tag aufzubauen, aufzuräumen, die Richterhütte einzurichten, das Frühstück vorzubereiten und, und, und …

 

Müde kehren die Organisatoren und Helfer nach Hause zurück, um nach ein paar Stunden Schlaf aufzuwachen und zu sehen …

KAISERWETTER, die Sonne scheint !!!!!!!!!!!!!

 

Nach dem Aprilwetter des Körungstages werden wir von blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein überrascht. Dazu ein leichter, aber frischer Wind, ideale Bedingungen, die Fellnasen ins rechte Licht zu setzen und sie munter zu präsentieren.

 

Wieder liegt der Duft von Brötchen und frischem Kaffee in der Luft, es wird gefrühstückt, die ersten Teilnehmer melden sich an, Sonderausstellungsleiterin Sabine und die aus den Niederlanden angereiste Richterin Ans Schellekens lernen sich kennen und sprechen den Ablauf ab.

 

Der Platz füllt sich. Teilnehmer mit ihren Hunden, Fans, interessierte Zuschauer finden sich zu Grüppchen zusammen.

 

Von den angemeldeten Hunden werden schließlich 25 Rüden und 19 Hündinnen von der Baby- bis zur Veteranenklasse vorgestellt.

 

Die Jünglinge der Babyklasse bestechen mit ihrem Charme, in der Jugend- und Zwischenklasse wird schon viel Potential gezeigt. Zwei bildschöne Rüden laufen gegeneinander in der Championsklasse, unser tiefschwarzer Aemon von der Eifelbuche macht das Rennen. Dafür entscheidet der blonde Booker Bleik vom Silberdistelwald die Offene Klasse der Rüden für sich und wird schließlich BOS.

 

In der Veteranenklasse wird mit Caramadita vom Ellenbach eine wirkliche Grande Dame präsentiert. Unsere kleine Franka vom Peetzsee und Elly vom Pferdebach bekommen ein tolles V und Franka „Joy“ darf sogar auf Platz 4 der Jugendklasse. Cajou Wolf von Remaclus hat leider gar keine Konkurrenz, die sie herausfordern kann. Arya vom Basaltfeuer, eine kleine Blonde, wird Siegerin der Jugendklasse und bester Junghund. In der „Königinnenklasse“ gewinnt Felia ut'n Düvelsmoor, eine charmante schwarzmarkene Dame, von der die Richterin sehr begeistert ist. Felia wird auch der BOB dieser CAC.

 

Ja, die Richterin …, mit ihr haben wir einen Glücksgriff getan. Sehr ruhig, sehr sympathisch, mit gutem Blick, gründlich, immer ein nettes und freundliches Wort für Hund und Mensch, alle von ihr ausgeführten Bewertungen nachvollziehbar. Chapeau und Danke an Ans Schellekens!!!

Schon recht schnell nach dem Lauf um den BOB und BOS können die Teilnehmer ihre Urkunden, Pokale und die von der Fa. Naturavetal gesponsorten Geschenke in Empfang nehmen und nach Hause reisen.

 

Es bleibt danke zu sagen an Körmeister/innen, Körmeisteranwärterinnen, die Zuchtwartin, den Körhelfer, der netten und kompetenten Richterin, den tollen Teilnehmern und netten Gästen und allen lieben Leuten aus unserem Niederelvenicher Team, die vor und während der Ausstellung in der Küche, auf dem Platz, in den Ringen organisatorisch und kraftvoll anpackend zum Gelingen beigetragen haben.

 

Vielen Dank für dieses schöne Wochenende in Niederelvenich, es hat wie immer Spaß gemacht mit Euch!

 

Iris Jakob


10.09.2017 CAC


09.09.2017 Verhaltensprüfung


Verhaltensprüfung und CAC 2016


Rekordtage in Niederelvenich am 22./23.10.2016

 

Langes Warten, Siege und familiäre Atmosphäre

 

Es war ein Herbstwochenende, wie man es sich vorstellt. Das erste Laub färbte sich langsam in seine bunte Vielfalt, Nieselregen und Nebel gaben ein Stelldichein. Die Temperaturen eher winterlich. Wir, mit unserer sieben Monate alten blonden Hündin, unerfahren, neugierig und ein bisschen aufgeregt. Schon aus der Ferne sahen wir die Fahnen am Hundeplatz im Wind wehen. Ein sicheres Zeichen: „Hier ist was los.“ Die parkenden Autos und Wohnmobile verrieten natürlich das gleiche. Am ersten Tag waren es 71 und am zweiten über 90 Hunde, die ihre Leistungen abrufen und ihre Schönheit präsentieren sollten. Nicht ohne Grund sind die Körungs-Tage die wichtigsten im Vereinsleben des Hundeclubs Hundefreunde Niederelvenich. Von Verhalten II bis zur Körung von Rüden und Hündinnen stand am ersten Tag alles auf dem Programm.

 

Pünktlich waren wir an der Meldestelle und bekamen unsere Unterlagen. Ahnentafel und Impfpass gaben wir dafür ab. Man merkte sofort, dass der Verein Erfahrung in Sachen Körung hat. Wir starteten in der Klasse Verhalten II. Doch zunächst hieß es warten. Der Nieselregen legte sich langsam und die Veranstaltung begann. Peter Horstmann, Vorsitzender RG-West, begrüßte die Teilnehmer und stellte die Richter und Körmeister vor. Diese stellten sich wenig später in ihre Ringe – vier an der Zahl – und los ging es. Besitzer und Hovis zeigten sich von der besten Seite. Das Wesen und die Leistungsanlagen standen neben der Erscheinung des Hundes im Vordergrund.

Auch wir kamen nach einigem Warten an die Reihe. Cajou, unser Hovi-Mädchen, zeigte sich neugierig, aber nicht wirklich beeindruckt. Sie machte es gut und bekam Lob sowie Kritik. Als die 15 Minuten Beurteilungszeit vorüber waren, gingen wir aus dem Ring und waren mehr als zufrieden. Richtig stolz waren wir auf Cajou. Dann begann das Warten. Für uns Neulinge sehr ungewöhnlich, dass man seine Urkunde erst am Ende des Tages bekommt – ist im Hundesportbereich wohl üblich, für uns war es aber total zermürbend.

Um die Zeit zu überbrücken halfen wir bei den nächsten Verhaltensprüfungen, in denen der Hund durch joggende Menschen abgerufen werden und sich mit Herrchen oder Frauchen durch einen Menschen-Schlauch zwängen musste. Viele Helfer standen hier auch vom Verein zur Verfügung, aber auch Zuschauer sprangen ein, wenn mal jemand fehlte. Toll war, dass Richter Harald Eickhoff den helfenden Freiwilligen viel über seine Beurteilung verriet, sodass wir anfingen, die Hunde gedanklich mit zu bewerten. Wir für uns lernten: bis zur Körung muss Cajou noch viel lernen.

 

Man sprach miteinander, tauschte sich über die Hunde aus, ließ die vierbeinigen Racker weiter außerhalb des Hundeplatzes bei der Pipi-Runde spielen. Es war eine familiäre Atmosphäre und Konkurrenzdenken bekam man nicht zu spüren. Die ersten sprachen aus, was alle dachten: „Ganz toll, was die Niederelvenicher da gewuppt haben. Eine super Verpflegung und gut organisierter Ablauf haben dazu beigetragen, dass man sich „einfach nur wohlfühlen durfte“, erklärte später Claudia Scheffer. Ja, es war ein toller aber auch sehr anstrengender Tag für die Hovis und Besitzer, die abends in der Dunkelheit ihre Urkunden abholten. Gespannt waren wir nun auf den nächsten Tag.

 

Im dichten Nebel machten wir uns auf den Weg, während die Wohnmobil-Übernachter den ersten Kaffee tranken. Als wir ankamen, lag eine gewisse Ruhe über dem Vereinsgelände, wie man ihn früh morgens auch vom Campingplatz her kennt. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Denn Hovi-Starts waren von der Veteranen- und Babyklasse über die Jüngsten-, Jugend- und Zwischen- sowie Gebrauchshundeklasse bis zur Championklasse sowie offenen Klasse angesagt. Waren es am Vortag schon viele vierbeinige Teilnehmer, wurde der Sonntag mit den Schönheits-Ringen zum Rekordtag für die Niederelvenicher. Und das Schöne: Der Nebel verzog sich und die Sonne ließ die gepflegten Felle der Hunde-Schönheiten erstrahlen. „Es war grandios! Wunderbare Hunde mit tollen Besitzern. Danke an alle, die so etwas möglich gemacht haben. Ganz großes Kino! Die Leistung des Teams Niederelvenich war überwältigend“, lobte anschließend Micha Schwenz.

Ja, es war für die Vorstandschaft des Hundevereins tatsächlich grenzwertig und anstrengend, aber als am Abend kurz vor 20 Uhr, unter Flutlicht, Chefrichter und Körmeister Stefan Damer die Pokale aushändigte, war die Stimmung großartig. Viel Applaus bekamen die Sieger und Platzierten. Noch mehr Applaus bekam das Orga-Team von Niederelvenich. Peter Horstmann erklärte: „Liebe Hundefreunde in Niederelvenich ich bin beeindruckt von eurer Energieleistung, die letztendlich dazu geführt hat, dass es zwei super Tage geworden sind. Die „Ehe" zwischen der HZD und den Vereinen, lohnt sich! Ihr habt einen sehr guten Job gemacht. Darauf könnt ihr alle stolz sein. Dafür noch einmal vom Vorstand der RG West: danke.“

 

Alle Teilnehmer waren sich einig: Das war der zweite fantastische Tag in Niederelvenich. Wir, als Hovi-Neulinge, waren total „geflasht“, so viele schöne Hunde auf einem Fleck, sieht man ja nicht so oft. Und das Tollste: unsere Cajou war einer davon. Denn zu unserem Erstaunen gewannen wir tatsächlich einen Siegerpokal. Das versöhnte uns tatsächlich dann auch mit der langen Zeit, die man auf dem Hundeplatz verbringen musste. Wir waren es schließlich nicht gewohnt. Andere Teilnehmer kannten das schon, und hatten sich entsprechend eingerichtet. Das soll aber dem Lob keinen Abbruch tun: Denise Gaudy formulierte es passend: „Es war schön im Kreis der HZD-Regionalgruppe West, wo zu spüren war, wie viel Herzblut fließt, und es war schön, alte Bekannte zu treffen und neue Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen. Dazu sind ja solche Schauen auch da.“ Da bleibt nun abzuwarten, was die nächste Körveranstaltung bringt. Eins steht fest: wir werden wieder dabei sein.

 

Christine Blödtner-Piske